Tipps & Tricks

 

Tipps & Tricks

Im Folgenden möchten wir Ihnen einige Hinweise zum richtigen Umgang mit Batterien geben. Der richtige Umgang mit diesem Produkten gewährleistet Ihnen eine lange Haltbarkeit und eine zuverlässige Stromversorgung. Nur so lassen sich Schäden vermeiden.

Aufstellung und Inbetriebnahme
Nach Erhalt der Batterien sind diese vorsichtig auszupacken. Falls erforderlich zu säubern und an dem vorgesehenen Platz aufzustellen. Die Batterieblöcke werden geladen ausgeliefert. Bei der Installation sind die Blöcke auf polrichtige Schaltung zu prüfen bzw. sollten verschraubte Verbinder auf festen Sitz kontrolliert werden.

Vor dem Anschluss an die Gleichstromversorgung ist darauf zu achten, dass die Batterien polrichtig angeschlossen werden und das Ladegerät bzw. der Verbraucher stromlos sind. Nach der vollständigen Installation darf das Ladegerät bzw. der Verbraucher eingeschaltet werden.

Lagerung 
Alle Batterien werden in aufgeladenem Zustand ausgeliefert. Werden die Batterien nicht sofort eingebaut, sind sie an einem kühlen, sauberen und trockenen Ort zu lagern. OGiV-Blöcke werden idealerweise in Erhaltungsladung gelagert (Anschluss eines Ladegerätes). Ist dies nicht der Fall, sollten die Batterien immer dann aufgeladen werden, sobald die Ruhespannung auf 2,0 Volt je Zelle sinkt.

Grundsätzlich ist es empfehlenswert Batterien alle 6 Monate erneut aufzuladen (vorausgesetzt die Ruhespannung fällt nicht vorher auf den Grenzwert von 2 Volt je Zelle).

Batterieladung 
Unsere Batterien werden immer mit einer ca. 95%-igen Leistung versandt. OGiV-Batterieblöcke müssen mit konstanter Spannung geladen werden und sollten nach jeder Entladung innerhalb von 24 Stunden wieder aufgeladen werden. Eine Starkladung (2,4V/Zelle ) kann den Aufladeprozess beschleunigen, jedoch ist dies nur nach einer vollständigen Entladung (nicht Tiefentladung) anzuwenden.

Die Starkladung sollte max. 6-8 Stunden betragen, danach sind alle Batterien auf konstante Spannung (2,275V/Zelle) umzustellen. Das Aufladen muss unter konstanter Spannung (IU) erfolgen. Eine Aufladung mit einer W-Kennlinie (veraltete Technik) ist strikt verboten. Das Ladegerät darf nur mit einer Restwelligkeit von max. <5% (besser und empfohlen sind >3%) arbeiten.

Folgende Ladespannungen empfehlen wir für Batterien:
 20°C    2,275 Volt/Zelle
 30°C    2,200 Volt/Zelle

Wartung 
Vorsicht! Alle offenen Metallteile in der Batterie sind spannungsführend. Das Tragen von Ringen oder anderem Schmuck sollte beim Arbeiten in der Nähe von Batterien immer vermieden werden. Gehen Sie sicher, dass alle Werkzeuge isoliert sind. Des Weiteren gilt die DIN VDE 0510, sowie nachfolgende Anweisungen.

Folgende Mindest-Wartungsvorschriften müssen eingehalten und notiert werden, um die volle Lebensdauer aller Batterien zu gewährleisten:

Monatliche Kontrolle (evtl. automatisch je nach Ladesystem)

  • Umgebungstemperatur (optimale Temperatur 20°C)
  • Ladespannung der Batterie/Zellen (2,275Volt/Zelle)
  • Ladestrom
  • Einstellung der konstanten und Starkladespannung
  • Zustand der Batterien

Empfohlener Restladestrom in Abhängigkeit der Temperatur:
20°-25°C   
40-50 mA je 100 Ah
30°C    80-100 mA je 100 Ah
40°C    160-200 mA je 100 Ah
 

Halbjährliche Kontrolle (zusätzlich zur monatlichen Kontrolle)

Klemmenspannung der einzelnen Batterie-Blöcke bei abgeschaltetem Ladegerät.

Jährliche Kontrolle (zusätzlich zur halbjährlichen Kontrolle)

Alle Anschlüsse sind auf Sauberkeit, Durchgängigkeit und Widerstand zu prüfen.

Alle Anschlüsse sind entsprechend den empfohlenen Werten nachzuziehen.

Batteriepole sollten stets gut eingefettet sein.

Information über die entnehmbare Kapazität in Abhängigkeit der Raumtemperatur:20°C    100 % Nennkapazität

    0°C    78 % Nennkapazität

-10°C    67 % Nennkapazität

Anspruch auf Garantie 
Anspruch auf Garantie besteht nicht, wenn diese Behandlungsvorschriften missachtet oder vernachlässigt werden.

Anleitung zum Umgang mit Batterien (GEL und AGM):  
Bei verschlossenen VRLA (Valve Regulated Lead Acid) Batterien wird der bei der Ladung der Batterie durch Wasserzersetzung an der positiven Elektrode freiwerdender Sauerstoff durch ein GEL oder ein Glasvlies von der positiven zur negativen Elektrode geleitet und am Ende einer Reihe chemischer Reaktionen letztendlich wieder zu Wasser umgewandelt. Während der Ladung tritt ein Teil des Sauerstoffs auch in den gemeinsamen Gasraum.

Bei VRLA Batterien ist das Batteriegehäuse durch verstärkte Wände als Druckbehälter ausgelegt, um den kurzzeitig auftretenden Sauerstoffüberschuss bis zur vollständigen Rekombination an der negativen Elektroden am Entweichen zu hindern. Bei unsachgemäßer Ladung entsteht neben Sauerstoff auch Wasserstoff an der negativen Elektrode, der nicht zu Wasser umgesetzt werden kann, sondern über die Sicherheitsventile nach Überschreitung des zulässigen Überdrucks einschließlich des im Gasraum befindlichen Sauerstoffs entweicht. Bei Vermeidung unsachgemäßer Ladung tritt bei VRLA Batterien kein Wasserverlust auf und die Batterien sind vollkommen wartungsfrei. Während der Lagerung und der Energienentnahme befindet sich kein Sauerstoff im Gasraum und die Batterie weist einen Unterdruck auf. Ein Öffnen der Ventile ist unbedingt zu vermeiden, da beim Eindringen von Luftsauerstoff eine Oxidation der negativen Elektroden erfolgt. Diese führt zu einer irreparablen Schädigung bis hin zum vollständigen Ausfall der Batterie.

Wichtiger Hinweis: VRLA Batterien dürfen niemals geöffnet werden. Öffnen führt zur irreparablen Schädigung bis hin zum Ausfall der VRLA Batterie. Die beiden Ausführungsformen von VRLA Batterien: Als Gelbatterien werden die VRLA Batterien bezeichnet, bei der der Elektrolyt in einem GEL festgelegt ist. Als AGM-Batterien (Absorbend Glas Mate) bezeichnet man die VRLA Batterien, bei dem der Elektrolyt in einem Glasvlies eingelagert ist. Die beiden unterschiedlichen Ausführungsformen von VRLA Batterien, Gelbatterien einerseits und AGM Batterien andererseits, weisen wesentliche Unterschiede in ihren Eigenschaften auf. Das Ziel dieser technischen Abhandlung ist es, die unterschiedlichen Eigenschaften im Hinblick auf die vorgesehene Verwendung aufzuzeigen. Da Gelbatterien aufgrund ihrer aufwendigeren Bauweise teurer in der Herstellung sind als AGM-Batterien, werden AGM-Batterien aus Kostengründen oftmals in typischen GEL- Anwendungen eingesetzt. Die Folge ist oftmals ein unvorhergesehener Ausfall von AGM-Batterien und in nahezu allen Fällen eine deutlich kürzere Lebensdauer bei Verwendung von AGM-Batterien in typischen GEL Batterie Anwendungen. In den letzten Jahren werden vermehrt AGM-Batterien auf dem Markt angeboten, die infolge der Bauweise keine ausreichende Rekombination des Sauerstoffs gewährleisten und damit nicht die typischen Merkmale einer VRLA Batterie aufweisen. Derartige AGM-Batterien weisen in der Regel (1) eine deutlich geringere Kaltstartleistung und
(2) deutlich geringere Lebensdauer als VRLA AGM-Batterien auf. Die Leistungsdaten dieser Batterien sind vergleichbar mit denen von nassen Ca-Ca Batterien und neigen sehr zur Kurzschlussbildung.